Möbelkammer (mittlerweile eingestellt)

Als Ende der 1990er Jahre die Öffnung der Grenzen viele Aus- und Übersiedler nach Haren brachte, startete die Kolpingsfamilie Altharen neben einer Kleiderkammer zusammen mit den anderen städtischen Kolpingsfamilien auch eine Möbelkammer.

Für gute Zwecke hatte die Kolpingsfamilie Altharen schon oft gesammelt: Altkleider, Altpapier, Schrott, Werkzeuge und Maschinen für die Dritte Welt. Doch nun sollten die sieben Kolpingsfamilien der Stadt Haren Möbel und Haushaltsgeräte sammeln. Diese Aktion begann am Ende des Jahre 1989: Gerd Wübbels, Beauftragter für Aus- und Übersiedler im Kolpingwerk, und Bernhard Fährrolfes, Sozialamtsleiter in Haren, beschlossen, mit den sieben Kolpingsfamilien ein Möbellager einzurichten. Zuerst war man sich nicht sicher darüber, ob diese Aufgabe auch zu bewältigen sei. Doch bald entschied man sich, einen Aufruf in der Meppener Tagespost und in die Pfarrblätter zu setzen.

Das Echo war gut: Schnell war das Möbellager restlos gefüllt. An jedem Wochenende waren Kolpinger mit Anhängern und LKWs unterwegs. In den Jahren 1991-93 war der Zulauf an Aussiedlern so groß, dass die Möbel direkt vom Spender an den Empfänger abgegeben werden konnten. Das bedeutete, dass von der Kolpingsfamilie nur noch ein Auto mit Fahrer zur Verfügung gestellt werden musste, da die Arbeit von den Empfängern selbst erledigt werden konnte. Nicht vergessen darf man, dass Hermann Hagen (Landhandel) seinen LKW an diesen Wochenenden und nach Feierabend zur Verfügung stellte.

Während das Kleiderlager heute noch regen Zuspruch erfährt, wurde die Möbelaktion mangels Nachfrage mittlerweile eingestellt.